Was sind die Herausforderungen unserer Landwirtschaft und Energiegewinnung?

Ernährungssicherheit

Das zweite Ziel der Sustainable Development Goals ist "Zero Hunger". Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Ernährungssicherheit ein Schlüsselfaktor. Doch obwohl sich die landwirtschaftlichen Techniken und Erträge im letzten Jahrhundert weltweit verbessert haben, kann die Ernährungssicherheit aufgrund zahlreicher gravierender Herausforderungen immer noch nicht erreicht werden.

Herausforderungen bei der Lebensmittelversorgung

Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung und der begrenzten Verfügbarkeit knapper Ressourcen ist der Druck auf dieErnährungssicherheit immens gestiegen.

Dazu gehört auch die Verfügbarkeit von Ackerland, welche durch die Intensivierung der landwirtschaftlichen Aktivitäten und den Klimawandel abnimmt.

Die Landwirtschaft ist einer der Hauptverursacher von Treibhausgasemissionen und Entwaldung, was den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur verschärft. Die zunehmenden extremen Wetterereignisse und die anhaltende Wasserknappheit bedrohen bereits jetzt weltweit zuverlässige Ernteerträge.

Ernährungssicherheit

Globaler Hunger

Seit 2014 steigt die Zahl der Menschen, die weltweit von Hunger betroffen sind, wieder langsam an.

Davon ist der globale Süden überproportional betroffen, während Länder wie die Vereinigten Staaten und andere wohlhabendere Nationen nur etwa zwei Prozent der weltweiten Ernährungsarmut ausmachen.

Hinzu kommt, dass das Einkommenswachstum in den asiatischen und afrikanischen Ländern zu einem Anstieg des Verbrauchs hochwertiger Produkte wie Fleisch und Milchprodukte führt, was wiederum eine zunehmende Landnutzungskonkurrenz und Abholzung zur Folge hat, um Futtermittel für Nutztiere anzubauen.

Weltweiter Hunger

Erneuerbare Energien und Ernährungsarmut

Die dringende Notwendigkeit, den Klimawandel zu bekämpfen und von fossilen Brennstoffen wegzukommen, hat die Entwicklung erneuerbarer Energien so weit vorangetrieben, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der weltweiten Stromerzeugung im Jahr 2018 26,2 Prozent betrug. Es wird erwartet, dass dieser Anteil bis 2040 auf 45 Prozent steigen wird.

Diese Entwicklung ist von zentraler Bedeutung für die Verringerung der Emissionen. Allerdings werden Energie aus Biomasse oder Solarenergie den Wettbewerb um die Landnutzung weiter verschärfen und damit das Risiko der Entwaldung und der Nahrungsmittelarmut erhöhen.

Ausbau erneuerbarer Energien