Wie funktioniert die Kombination aus Landwirtschaft und Energiegewinnung?

Wirtschaftlichkeit

Die Kosten von Agri-PV Systemen variieren und hängen unter anderem von der installierten Leistung, der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung, dem Standort sowie der verwendeten PV-Modultechnologie ab.

Kosten

Die Anschaffungskosten für hoch aufgeständerte Agri-PV-Anlagen sind in der Regel höher als die einer konventionellen Photovoltaik-Freiflächenanlage (PV-FFA). Dies liegt in erster Linie an der höheren und aufwändigeren Unterkonstruktion.

Deswegen sind auch beim Ackerbau Anlagen mit einer höheren installierten Leistung notwendig, um wirtschaftlich zu sein. Dahingegen sind bei Dauer- und Sonderkulturen unter günstigen Voraussetzungen auch kleinere Systeme möglich.

Agri-PV Systeme sind wirtschaftlich besonders in Bereichen der Landwirtschaft geeignet, in denen hohe Kosten für Schutzvorrichtungen anfallen, die durch eine Agri-PV Anlagen ersetzt werden können.

Geschäftsmodelle

Durch die duale Landnutzung sind bei einem Agri-PV-Geschäftsmodells mehr Akteure involviert als bei einer Photovoltaik-Freiflächenanlage. Dabei haben involvierte Akteuere unterschiedliche Funktionen:

1). Bereitstellung der Fläche (Eigentümerschaft)

2). Landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Fläche

3). Bereitstellung des PV-Systems (Eigentümerschaft / Investment)

4). Betrieb des PV-Systems

Im einfachsten Geschäftsmodell können alle vier Funktionen von einer Partei, typischerweise einem landwirtschaftlichen Betrieb, übernommen werden. Dies ist häufig bei kleineren und Hof-nahen Agri-PV-Systemen zu erwarten.

Wenn sich die Fläche nicht im Eigentum des landwirtschaftlichen Betriebs befindet, sind langfristige Verträge, üblicherweise über 20 Jahre, zur Landpacht und -nutzung notwendig.

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