Wie funktioniert die Kombination aus Landwirtschaft und Energiegewinnung?

Von der Idee zur Umsetzung

Die Idee, landwirtschaftliche Flächen sowohl für die landwirtschaftliche Produktion als auch für Stromerzeugung durch Photovoltaik zu nutzen, gibt es schon seit den Achtzigern.

Doch erst in den letzten Jahren hat die Umsetzung dieses Konzepts der Agri-Photovoltaik an Fahrt aufgenommen. Von der Erfindung der Technologie bis zu den heute schon bestehenden großen industriellen Anlagen hat sich die Agri-Photovoltaik stark weiterentwickelt.

Die Idee

Das Konzept wurde 1981 von Prof. Dr. Adolf Goetzberger, Gründer des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, und Dr. Armin Zastrow vorgestellt. Sie erkannten, dass doppelte Landnutzung große Vorteile mit sich bringen kann. Sie untersuchten, wie herkömmliche PV-Anlagen angepasst werden können, um parallel zur Solarstromerzeugung ein homogenes Pflanzenwachstum zu ermöglichen.

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Die Entwicklung der Agri-Photovoltaik

Nach der Jahrtausendwende wurde das Konzept der Agri-PV in die Tat umgesetzt.

In den 2000er- Jahren wurden erst in Japan und dann in Deutschland und Frankreich die ersten Agri-PV-Pilotanlagen errichtet und erforscht. Japan führte 2013 das erste staatliche Förderprogramm ein und verzeichnete 2018 mehr als 1.900 Agri-PV-Anlagen. Nach Japan folgten China, Frankreich, die USA und Korea mit staatlichen Fördermaßnahmen für Agri-PV, sodass die weltweit durchschnittliche Leistung der Anlagen von 5 MW im Jahr 2012 auf über 2.8 GW im Jahr 2020 gesteigert werden konnte.

Das bisher größte Agri-PV-Projekt, in dem Goji Beeren angebaut werden, wurde in China am Rand der Wüste Gobi realisiert und wird momentan auf eine Leistung von 1 GWp ausgebaut.